Ein Seniorenstuhl mit Geschichte
By Thomas Kaier

Eine große Sorge bildete seit der Gründung für die Verbindung immer das Heimproblem. Endlich im Mai 1928 gelang es der Bemühung des AH. Dr. Walser v/o Otti ein geeignetes Lokal ausfindig zu machen. Der Wirt des heute nicht mehr existierenden Cafè "München" stellte drei Räume zur Verfügung. Durch die Kunst des AH. Architekt Prof. Fritz Müller wurden die Räume sehr wohnlich ausgestattet.

Heute erinnert an diese Glanzzeit der Verbindung nur mehr der wie durch ein Wunder auch in der Nazizeit erhalten gebliebene Seniorenstuhl, der nun unbenützt im AH-Zimmer des neuen Heimes im "Wilden Mann" ein verträumtes Dasein führt (Anm.: So gewesen zum Zeitpunkt diesen Zusammenfassung, findet sich dieser Seniorenstuhl nun in unserem Kneipsaal in der Speckbacherstr. 5 wieder und wird zu den entsprechenden Anlässen verwendet.)

Auch die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse, hervorgerufen durch die in Österreich einbrechende Wirtschaftskrise, begannen sich im Leben der R-B auszuwirken. Im Protokollbuch vom WS 1931/32 wurde erwähnt, dass nun viele BB selbst für ihr Fortkommen sorgen müssen. Das Werkstudententum als Zwangsleistung hatte damit in der Verbindung seinen Anfang genommen.