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Kategorie: 1908 - 1945
Gründung der "Deutschen Studentenschaft"
zuletzt aktualisiert: Sonntag, 28. November 2004 um 14:07 von Joker (Thomas Kaier)Vier schwere Kriegsjahre lang hatten an der Front katholische und freiheitliche Studenten Freud und Leid geteilt, manche von ihnen hatten in Todesnot eine Lebensfreundschaft geschlossen. So konnte man im SS 1919 sehen, daß CV-er Corpsstudenten und Burschenschafter Arm in Arm durch die Strassen Innsbrucks zogen. 1920 wurde die Vereinigung der deutsch-arischen Akademiker "Deutsche Studentenschaft" (D.S.) als die gemeinsame Vertretung aller deutschen Studenten auf den Hochschulen Österreichs und Deutschlands gegründet.
An dem Zustandekommen des "gemeinsamen Studentenparlamentes" in Innsbruck, D.S. genannt, an Stelle der früher bestandenen katholischen und freiheitlichen Hochschulausschüsse hatte der RaetoBayer jur. Erich Mair hervorragenden Anteil.

Der Friede zwischen den beiden Studentengruppen dauerte aber nur wenige Semester an, schon 1927 begannen die Freiheitlichen wieder häufiger mit Stänkereien und Angriffen gegen die Katholischen Studenten. Je mehr der Nationalsozialismus unter den liberalen Studenten an Einfluss gewann, desto ärger wurden die Angriffe derselben gegen ihre katholischen Kommilitonen, besonders in Graz, Leoben und Innsbruck. Die Angriffe gegen die katholischen Studenten erreichten in Innsbruck 1932 ihren Höhepunkt als die Freiheitlichen die Vorlesungen des Univ.-Professors Dr. Reuth-Nikolussi, AH AuI, störten und verhinderten. Als Antwort auf diese Insulte traten die Innsbrucker katholischen Studenten zuerst aus dem Verein "Deutsche Studentenschaft" aus und als die Überfälle noch häufigen wurden, erklärten sie die Auflösung des Vereines "Deutsche Studentenschaft". Im Mai 1933 verbot auch die Tiroler Landesregierung die "Deutsche Studentenschaft".
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