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Kategorie: < 1908
1. ÖCV & Gründungsboom
zuletzt aktualisiert: Sonntag, 05. Dezember 2004 um 19:01 von Joker (Thomas Kaier)Erst später, in Österreich insbesondere durch den Einfluss der „Austria-Wien", wurde das Prinzip Vaterlandsliebe aufgenommen, wobei seit jeher im CV betont wurde, dass ihm politische Bestrebungen fern liegen. Damals wurde unter Politik ausschließlich Parteipolitik verstanden; diese Formulierung hatte den Sinn, sich nicht als wahlwerbende Gruppe zu deklarieren. Dies überließ man dem „Parteipolitischen Katholizismus", mit dem aber enge personelle sowie ideelle Bande bestanden.
Am II. allg. österr. Katholikentag 1889 in Wien wurde eine Einigung der österreichischen Verbindungen versucht, daraus entstand - wenn auch in Konfrontation zur „Austria Innsbruck" sowie zur „Norica" - der 1. ÖCV aus der „Austria-Wien", der Ferdinandea, kurzzeitig der „Carolina" und später der „Unitas". Als diese 1895 sistierte, löste sich der 1. ÖCV auf. Die „Austria-Wien" gab jedoch den Gedanken einer österreichischen Einigung nicht auf. 1898 gründete sie die „Rudolfina" und 1900 „Nordgau-Wien" und „Kürnberg". Diese sowie die 1893 gegründete „Tirolia" (KV) sowie deren Tochter – unsere Mutterverbindung - „Leopoldina" (gegr. 1901) vereinigten sich 1900 zum 2. ÖCV, der sich jedoch 1906 dem CV anschloss. In der Folge dieses Anschlusses kam zu einem „Gründungsboom" in Österreich dem im Jahr 1908 auch die „Raeto-Bavaria“ entstammt.


